Wirtschaft & Politik: Lettland – Wie sich die wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland auswirkt. Ein Fallbeispiel der lettischen Eisenbahn.

Bild: Der Gütertransport der Lettischen Eisenbahn - Latvijas dzelzceļš LDz - durchlebt zur Zeit eine deutliche Wirtschaftskrise. Illustration. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Lettland hat sich seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 bisher nicht wirtschaftlich von Russland emanzipieren können. Wegen der Lage im Nordosten Europas und einer direkten Grenze zu Russland ist Lettland ein wichtiges Transitland für russische Rohstoffe, die nach Mittel- und Westeuropa exportiert werden. Die Häfen in Rīga, Ventspils und Liepāja waren bisher wichtige Umschlagplätze für die Rohstoffe aus Russland. Alle Rohstoffe wurden über die Lettische Eisenbahn – Latvijas dzelzceļš LDz– transportiert und 2018 war das Geschäftsergebnis auch noch ganz passabel. Die Transportkapazitäten konnten sogar gesteigert werden. Allerdings hat sich diese Situation seit ein paar Monaten deutlich geändert.

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Wirtschaft & Politik: Rail Baltica – Wenn Politiker Technikern misstrauen oder wie man Steuergelder verschleudern kann

Bild: Auf der Neubaustrecke der Rail Baltica zwischen Kaunas in Litauen und Białystok in Polen wird die geforderte Geschwindigkeit von 238 km/h minimal bei weitem nicht erreicht. Dampflok am Bahnhof von Vilnius. Aufnahme vom Mai 2013. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Wie bereits in anderen Artikeln über die Rail Baltica auf diesem Blog angemerkt, ist das neue Hochgeschindigkeitsbahnnetz die bedeutendste Infrastrukturmaßnahme der drei baltischen Staaten seit vielen Jahrzehnten. Die Linie soll die Städte Helsinki (Finnland), Tallinn (Estland), Rīga (Lettland), Kaunas (Litauen – mit Abzweigung nach Vilnius) und Warschau (Polen) mit Gleisen in mitteleuropäischer Normalspur verbinden. In allen vier Ländern ist das Eisenbahnnetz bis jetzt in russischer Normalspur ausgebaut.

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Wirtschaft & Politik: Rīga – Weshalb die Buden am Zentralmakt an der Gogoļa iela schon vor dem Bau der Rail Baltica abgerissen wurden – Steuerfreie Zigaretten für 50 Cent

Bild: In diesen Kiosken am Zentralmarkt von Rīga an der Gogoļa iela wurden illegale Zigaretten verkauft. Deshalb wurde seitens der Stastverwaltung Mitte Januar 2020 mit dem Abriss der Kioske begonnen. Der Zentralmarkt hatte das Areal an einen privaten Betreiber verpachtet. Aufnahme vom Dezember 2013. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Der Zentralmarkt in der Moskauer Vorstadt von Rīga hat sich in den letzten Jahren von einem Zentrum der Versorgung der Bevölkerung mit preiswerten Lebensmitteln zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt. Die insgesamt fünf Hallen, die aus den Oberteilen ehemaliger deutscher Zeppinhallen aus Vaiņode bestehen, geben dem Markt ein besonderes Aussehen. Ein solcher Markt ist weltweit einmalig. Hier werden soviel Waren angeboten, dass der Platz in den Hallen nicht ausreicht. Auch auf den großen Freiflächen wird an Ständen und in Buden gehandelt. Im Außenbereich ist alles deutlich billiger, als in den Markthallen …

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Wirtschaft & Politik: Weshalb das baltische Prestigeobjekt Rail Baltica komplett zu entgleisen droht – Eine aktuelle Bestandsaufnahme

Bild: Das Areal des Hauptbahnhofes muss im Rahmen des Baues der Rail Baltica komplett umgestaltet werden. Es sind zusätzliche Gleise in mitteleuropäischer Normalspur erforderlich. Aufnahme von Juni 2017.

Die Rail Baltica soll in der letzten Ausbaustufe einmal die europäischen Großstädte Helsinki in Finnland, Tallinn in Estland, Rīga in Lettland, Kaunas in Litauen (mit einer Verbindung nach Vilnius) und Warschau in Polen mit Hochgeschwindigkeitszügen verbinden. Dieses Ziel wird seit 1994 verfolgt.  Es stellt zweifellos das größte Infrastrukturprojekt der baltischen Staaten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dar. Fertig gestellt werden sollte die Rail Baltica ursprünglich schon 2015, aber erst im Sommer 2014 unterzeichneten Litauen, Lettland und Estland einen Vertrag zum Bau der Eisenbahnstrecke, in europäischer Normalspur. Sie gründeten das Gemeinschaftsunternehmen RB Rail zur Koordination dieses ehrgeizigen Infrastrukturprojektes.

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Fototour: Rīga – Vormittags unterwegs am Freiheitsdenkmal am Brīvības bulvāris mit OLYMPUS PEN-F und SIGMA 60 mm F2.8 DN ART

Bild: Das Freiheitsdenkmal - lettisch Brīvības piemineklis - auf dem Brīvības bulvāris in Rīga. Blick auf die Mädchenfigur Milda mit den drei Sternen, die die drei Regionen Lettlands - Vidzeme, Latgale und Kurzeme - symbolisieren. OLYMPUS PEN-F mit SIGMA 60 mm F2.8 DN ART - ISO200 ¦ f/5,6 ¦ 60 mm ¦ 1/1250 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Das Freiheitsdenkmal – lettisch Brīvības piemineklis – in Rīga hat für die Letten eine sehr große Bedeutung. Abgesehen von den Jahren 1919 bis 1940 und dann wieder ab 1991 waren die Menschen hier immer fremdbeherrscht. Während der Zeit der sowjetischen Okkupation sollte das Denkmal 1945 – kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – nach den Vorstellungen der sowjetischen Militäradministration gesprengt werden. Angeblich stellte es eine Gefährdung für den Straßenverkehr dar. aderdamalige Bürgermeister von Rīga widmete die Straße in eine Fußgängerzone um. Der Grund für die Sprengung war hinfällig. Heute ist die Fußgängerzone des Brīvības bulvāris und um das Freiheitsdenkmal tags über sehr belebt. Hier wird geheiratet, musiziert oder mit Skateboard oder BMX gepost.

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Fototour: Rīga – Ein wenig verlassen – Unterwegs auf dem Nachtmarkt – dem Zemnieku tirgus – in der Spīķeru iela am Zentralmarkt

Bild: Rīga - Am Abend vor Silvester 2019 unterwegs auf dem Nachtmarkt in der Nähe des Zentralmarktes. OLYMPUS OM-D E-M1 MarkII mit SIGMA 60 mm F2.8 DN ART - ISO 6400 ¦ f/7,1 ¦ 60 mm ¦ 1/13 s ¦ kein Blitz. High ISO Free Hand Shot. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Der Nachtmarkt – oder Zemnieku tirgus – in der Spīķeru iela am östlichen Ende des Zentralmarktes von Rīga war bisher immer eine Institution. Er hat von 17:00 Uhr bis zum Morgen des kommenden Tages geöffnet, solange bis alles verkauft ist oder die Händler keine Lust mehr haben oder total durchgefroren sind. Hier gibt es ausschließlich Obst und Gemüse aus Lettland und den umliegenden Staaten zu billigen Preisen. Heute Abend war der Nachtmarkt eine Enttäuschung. Es standen nur zwei Händler dort und Kunden waren auch nur wenige zu sehen.

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Fototour: Rīga – Ein wenig verrottet – Die Mauer des Schlosses an der Daugavas gāte in der Altstadt

Bild: Rīga - Das Schloss am nördlichen Rand der Altstadt von der Daugavas gāte aus gesehen. Diese Seite des Schlosses wurde bisher nicht restauriert. OLYMPUS OM-D E-M1 MarkII mit M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO - ISO 200 ¦ f/7,1 ¦ 12 mm ¦ 1/60 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Das Schloss von Rīga am Pils laukums hat eine lange und bewegte Geschichte. Die Bürger Rigas mussten es 1330 an seiner heutigen Stelle errichten, nachdem sie die Ordensburg, die sich an der heutigen Skārņu iela befand, zerstört hatten. Im Schloss residierten später die Gouverneure von Schwedisch-Livland. Während der Zeit der Sowjetischen Okkupation war es ein Pionierpalast. Heute befindet sich hier der Sitz des Präsidenten der Regierung Lettlands. Während eines Brandes im Frühsommer 2013 wurde das Schloss schwer in Mittleidenschaft gezogen und anschließend restauriert.

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Fototour: Rīga – Unterwegs in der Passage Three Wall Street in der Vaļņu ielā in der historischen Altstadt

Bild: Rīga - Im Innenhof der Passage Three Wall Street. Hier befindet sich einer der aus dem mittelalterlichen Rīga erhalten gebliebenen Brunnen. OLYMPUS OM-D E-M1 MarkII mit M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO - ISO 1600 ¦ f/5,6 ¦ 7 mm ¦ 1/13 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

In der Vaļņu ielā in der Altstadt von Rīga befindet sich einer der schönsten Höfe des historischen Stadtkernes der alten Hansestadt. Dieser wird heute ganz modern Three Wall Street genannt. Die Passage verbindet die Vaļņu ielā – die Mauerstraße – mit der Mazā Smilšu iela – der Kleinen Sandstraße. Das Pflaster in der Passage ist einzigartig verlegt und der Innenhof beherbergt die Statue eines historischen Soldaten, in die einer der noch erhaltenen Brunnen des alten Rīga integriert ist.

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Fototour: Rīga – Sonnenaufgang im Winter über der Moskauer Vorstadt und dem Zentralmarkt

Bild: Rīga - Sonnenaufgang am 30.12.2019 über der Moskauer Vorstadt und dem Zentralmarkt. OLYMPUS OM-D E-M1 MarkII mit M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO - ISO 200 ¦ f/9 ¦ 7 mm ¦ 5 s ¦ kein Blitz ¦ Kamera aufgelegt. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Der Zentralmarkt von Rīga liegt an der Grenze der Moskauer Vorstadt zur Altstadt und ist von dieser durch den Bahndamm abgegrenzt. Die Sonne geht in Rīga um die Weihnachtszeit erst nach 09:00 Uhr auf und gegen 16:00 Uhr wieder unter. Abhängig von der Bewölkung wird es hier manchmal um diese Jahreszeit nicht wirklich richtig hell. Auch heute scheint so ein Tag zu werden.

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Fototour: Rīga – Türen und Tore – Ein historisches Speicherhaus in der verschlafenen Arsenāla iela am Rande Altstadt

Bild: Rīga - Historisches Speicherhaus in der Arsenāla iela in der Nähe des Schlossplatzes. Dutzende Türen und Tore dienten zum Aufnehmen und Absetzen der Waren. Rīga war vor dem Ersten Weltkrieg eine der wichtigsten Handelsstädte des Russischen Kaiserreiches und sein Tor zum Westen. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Die Arsenāla iela ist eine verschlafene Straße am Rande der nördlichen Altstadt von Rīga, nur wenige Meter vom zentralen Schlossplatz entfernt. Dennoch verirren sich hierher nur wenige Touristen. Die Arsenāla iela beherbergt ein sehenswertens Speicherhaus, das vermutlich um die Zeitenwende des 19. zum 20. Jahrhundert in solider Ziegelbauweise errichtet wurde. Hier gibt es dutzende Türen und Tore, die einst zum Umschlag der Waren genutzt wurden. Rīga war schließlich eine der bedeutendsten Handelsstädte des Russischen Kaiserreiches und das Tor zu Westeuropa.

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Fototour: Rīga – Die Lettische Nationalbibliothek oder das Schloss des Lichtes in der Mittagssonne an einem Wintertag

Bild: Die Lettische Nationalbibliothek in Rīga wird auch Schloss des Lichtes genannt.Selbst an den meist tristen Wintertagen im Norden Europas kann sie diesem Namen gerecht werden. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Ein architektonisches Highlight am linken Ufer des Flusses Daugava in der lettischen Hauptstadt Rīga ist zweifellos die Lettische Nationalbibliothek. Sie wird auch das Schloss des Lichtes genannt. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass sich immer wieder Objekte finden, die der Form des Hauptmotivs eines Fotos ähneln und diesem einen Rahmen geben können. In diesem Fall war es der Ast eines Chausseebaumes an der 11. novembra krastmala  am rechten Ufer des Flusses.

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Fototour und Technik: Das Feuerwehrauto ZIL-131 am Depot in der Kleinstadt Kandava

Bild: Feuerwehrfahrzeug ZIL-131 (ЗИЛ-131) der Feuerwehr in Kandava in Lettland vor dem Feuerwehrdepot. Klicken Sie auf des Bild um es zu vergrößern.

Hier in Lettland kann man sie noch heute finden: Fahrzeugveteranen, die bis heute auch in kritischen Situationen eingesetzt werden. Für mich als Freund historischer Fahrzeuge aus der Zeit der Sowjetunion war es ein Glücksfall, in Kandava ein Feuerwehrfahrzeug der sowjetischen Marke ZIL-131 (ЗИЛ-131) vor dem Feuerwehrdepot der lettischen Kleinstadt zu sehen. Ich habe dieses historische Fahrzeug selbstverständlich mit der modernen, aber passenden retrostyle Kamera OLYPUS PEN-F und dem LEICA DG SUMMILUX 1.7 / 15mm im manuellen Modus fotografiert – so wie es sich für eine Technikikone gehört.

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Fototour und Wirtschaft & Politik: Rīga – Das wird sich in der Nähe des Zentrums der lettischen Hauptstadt mit dem Bau der Rail Baltica ändern – Das Infrastrukturprojekt mit den größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts

Bild: Rīga - Die historische Eisenbahnbrücke über die Daugava führt zum Hauptbahnhof von Rīga, der Hauptstadt Lettlands. Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern.

Historisch bedingt ist das Eisenbahnnetz der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, aber auch Finnlands bis heute in der 1520-mm-Breitspur ausgebaut. Alle genannten Länder gehörten geraume Zeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zu Russland, die drei baltischen Staaten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1991 auch zur Sowjetunion. Die Breitspur ist ein großer wirtschaftlicher Vorteil für den Handel mit Russland und den Transit von Gütern in die eigenen Häfen, aber gleichsam ein großes Hemmnis für den Austausch von Gütern auf dem Schienenweg mit Westeuropa. Abhilfe aus diesem Dilemma soll die Rail Baltica schaffen, die letztendlich Helsinki, Tallin, Rīga, Kaunas und Warschau bzw. Berlin verbinden wird – mit der Normalspur und dem entsprechend 1435 Millimeter Spurbreite.

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