Fototour: Am einem späten Samstagabend im Winter unterwegs in der historischen Unterstadt von Tallinn mit NIKON D700 und CARL ZEISS Distagon T* 1.4/35 ZF.2

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Tallinn ist zugegebenermaßen eine meiner Lieblingsstädte. Heute Abend war ich deshalb noch einmal unterwegs in der historischen Unterstadt. Das Wetter war leider nicht besonders. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt, es war etwas nebelig und die Gassen und Straßen der Hauptstadt Estlands waren voller Schneematsch und Eis. Dennoch war es ein schöner Abendspaziergang. Auch im Winter ist Tallin eine Reise wert, auch weil die Altstadt nicht so mit Touristen überlaufen ist, wie im Sommer.

Die Fotos habe ich mit meiner NIKON D700 und dem Objektiv CARL ZEISS Distagon T* 1.4/35 ZF.2 – wie immer im manuellen Modus aufgenommen. Da ich mal wieder zu faul war, mein Stativ mitzunehmen, habe ich mit adäquaten Filmempfindlichkeiten bis ISO6400 gearbeitet. Die Fotos habe ich dann mit Adobe Lightroom 4 und DxO FilmPack 3 Expert im Stil der Fuji Velvia™ 100 Filme entwickelt. Dieser bis heute produzierte Film ist durch eine besondere Farbsättigung unverwechselbar.

Zudem musste ich beim Bild des Rathausturmes etwas tricksen: Mit seinen 35 Millimetern Brennweite zeigt das CARL ZEISS Distagon T* 1.4/35 ZF.2 das typische Verhalten eines Weitwinkelobjektivs: Wird die Kamera schräg gehalten, gibt es die typischen stürzenden Linien. Das ist definitiv keine Schwäche dieses anerkannt ausgezeichneten Objektivs, sondern Physik! Die Regel, dass sich bei einer optischen Abbildung die Bild-, Objektiv- und Schärfeebene in einer gemeinsamen Geraden schneiden, hat schon der österreichisch-ungarische k.u.k Offizier Theodor Scheimpflug im Jahre 1907 herausgefunden.

Für solche Aufnahmen braucht man normalerweise ein Tilt-Shift-Objektiv mit einer Korrektur der optischen Achse, das ich aber nun einmal nicht besitze und auch nicht anzuschaffen gedenke – ich kenne nicht einmal jemanden, der so ein Tilt-Shift-Objektiv hat. Eine akzeptable Abhilfe für digitale Fotos – auch wenn die Puristen unter den Fotografen jetzt abwinken werden – schafft DxO ViewPoint. Wenn genügend Platz um das Hauptmotiv ist, kann diese Software ganz passabel selbst multiple Verzerrungen aus den Fotos heraus rechnen. Es mag sein, dass die Proportionen nicht zu 100 Prozent passen, aber das Ergebnis kann sich gut sehen lassen.

Alle Fotos auf dieser Seite © 2013 by Birk Karsten Ecke mit
¦¦ NIKON D700 ¦ CARL ZEISS Distagon T* 1.4/35 ZF.2
¦¦ Adobe Lightroom 4
¦¦ DxO ViewPoint
¦¦ DxO FilmPack Expert

Bilder: An einem späten Samstagabend im Winter unterwegs in der historischen Unterstadt von Tallinn.
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